FANDOM


Orkstabelle 1

Ronk-Hai; Ular-Hai, Gimba-Hai und Ûshar-Hai

Gimba-Hai

Was andere über die Rasse denken

„Der eine war in zerfetztes Braun gekleidet und mit einem Bogen aus Horn bewaffnet; er gehörte zu einer kleineren Rasse, schwarzhäutig mit breiten schnüffelnden Nüstern: offenbar ein Fährtenfinder irgendeiner Art.“

Rückkehr des Königs S.226

„Ihr seid wohl nicht viel nutze, ihr kleinen Schnüffler?" sagte der große Ork. „Ich schätze, Augen sind besser als eure Rotznasen."

Rückkehr des Königs S.226


Beschreibung:

Eine Rasse niederer Orks, welche speziell als Fährtensucher diente, aber auch zu anderen niederen Arbeiten herangezogen wurde. Das Alter dieser Rasse ist unbekannt.

Die kleinen, breitnasigen und schwarzhäutigen Schnüffler Mordors stellen entweder eine Abart oder enge Verwandte der Snagas von Mordor dar, oder aber sie sind Verwandte oder sogar direkte Nachfahren der Waldorks des ersten Zeitalters.

Die Schnüffler waren Saurons Bluthunde, gute Bogenschützen, Kundschafter und Fährtensucher. Da sie aber als launisch und rebellisch galten, wurden sie ständig von Kampforks oder Uruks beaufsichtigt.

„Quatsch! Du hast ihn verfehlt", sagte der Fährtenfinder. „Erst hast du danebengeschossen, dann bist du zu langsam gelaufen, und dann hast du nach den armen Fährtenfindern geschickt. Ich habe genug von dir." Er trottete davon. „Du kommst zurück", brüllte der Kämpfer, „sonst melde ich dich!" „Bei wem denn? Doch nicht bei deinem prachtvollen Schagrat? Der wird nicht länger Hauptmann sein."

Rückkehr des Königs S.227

Man kann Gimba-Hai in zwei Arten unterteilen: Zum einen gibt es freigeborene, meistens im Düsterwald ansässige Gimbas. Zum anderen in Gefangenschaft geborene Gimbas aus Mordor.

Die Gimba-Hai welche in Mordor geboren werden, werden in ihren ersten Jahren oft in den Minen als Sklaven gehalten, bis sie nach ihrer "Freilassung" aus den Minen in die Armee eintreten. Aufgrund ihres Lebens in den Minen sind sie noch tageslichtscheuer als die meisten anderen Orks, können dafür aber handwerklich sehr gut mit Metall umgehen.

Sie hassen meist alles Grüne und kleiden sich in erdfarbene Dinge, die sie aus allem was ihnen zur Verfügung stand selbst zusammen geschustert haben. Aus der Zeit in den Minen tragen sie ihr Maslgulum (Halstuch) offensichtlich am Körper und haben das Kuschen vor Obrigkeiten beibehalten. Sie haben einen starken Rassenzusammenhalt, stehen jedoch den Freigeborenen sehr skeptisch gegenüber. Daher tragen sie auch ihr Brandmal der Dreijährigen mit Stolz und oft auf ihren Kleidungen, auch wenn diese in der Armee aufgebessert wurden. Sie halten ihre Abstammung der ersten Ebene hoch und setzen diese gleich mit Familien oder Clans.

Genaueres kann man unter 1.3 Die nicht freigeborenen Gimba nachlesen.


Physiognomie

Größe: 1,50m - 1,70m
Statur:

Mordor Gimbas: muskelös gebaut, dafür klein


Düsterwald / freigeborene Gimbas: ebenfalls klein, aber deutlich schmächtiger

Haut: dunkelgraue Hautfarbe
Gesicht: extrem große, breite Nasen und auch große Ohren und länglichere Augen als andere Orks
Augen: diverse unterschiedliche Augenfarben sind verbreitet
Gliedmaßen: kurze Beine, aber lange Arme


Alter (in Hîsht-Dûmpu)

Dâg (Kleinkind): 2-3
Fîm (Jugendlicher): 4-5
Uruk/-lob (Erwachsen): ab 6
grobes Höchstalter: 23
Tragezeit: 4 Monate
Anzahl der Welpen in einem Wurf: 2 - 5 Foshân (Junge)

Geschichte

  

Selbstbild: Die nicht freigeborenen Gimba

  

Berichte

Der Sharkû saß zurückgelehnt an der nackten Wand des Ronk (Grube) und spürte die Wärme an seinem Rücken, welche vom Inneren des Gesteins ausging. Durch die Nase stieß er den grauen, fast pechschwarzen Rauch, den sie jeden Tag und jede Nacht einatmeten, aus. Vor ihm versammelten sich die Einjährigen um ein wenig zu verschnaufen und aus den Schweinekrügen Wasser zu schöpfen. Heute Abend war es wieder so weit, er würde die Frischen zur Einteilung in die Schächte bekommen. Es würde wieder nur wenige geben, die er in die Tiefen der einzelnen Stollen hinunterschicken könnte. Früher gab es mehr "Freiwillige“ für den Dienst in den Minen. Gerüchte machten sich breit, die Würfe in den Brutstätten wären kleiner, die "Großen“ wie sie die anderen Uruks nannten sollen Verwüstung und Totschlag verbreiten, Welpen würden aus reiner Laune getötet.

Ein gutes Dutzend junger Gimba-hai stand vor ihm. Ihre Augen waren weit aufgerissen und keiner von ihnen wusste so recht wie man sich vor einem gestandenen Uruk verhalten sollte. Er sah gar nicht so aus wie einer von ihnen und sein Geruch war alles andere als bekannt. Der Sharkû winkte einen nach dem anderen zu sich, anfangs zögerlich - doch nach Androhung der Peitsche schneller - folgten die Jungen seinem Befehl. Jeder bekam einen Fetzen Stoff, welchen er ihnen feierlich überreichte, als sei er aus purem Gold. Die Rotte der Einjährigen amüsierte diese Situation so sehr das einige von ihnen feixten und die anderen spottend rüberpfiffen. All zu gut konnten sie sich noch selbst an ihren ersten Tag in den Minen erinnern, ebenso wie an die Schmerzen die ihnen von den Zwei- und Dreijährigen bei Ankunft in den Stollen als Begrüßung bevorstanden.

Nachdem er die Einteilungen hinter sich hatte klärte er die Jungen darüber auf ihr mitgebrachtes Halstuch zu verwenden um ihre Nasen zu schützen. “Dieses Halstuch werdet ihr bis an euer Lebensende tragen - und zwar nicht wie diese anderen Würmer die denken es sei Schmuck, sondern als Andenken an eure wundervolle Zeit in den Minen, verstanden?!“ Wieder knallte die Peitsche. Alles sammelte sich zum Abmarsch in die Stollen. Er gab an einen der Älteren den Befehl die Rotte zum Kran zu führen und sie mittels Käfig in die unterste Ebene zu bringen. Er selbst kannte das Spektaktel das über die Jungen erging nur zu gut und wollte diesmal nicht dabei sein. Diese Nacht würden die Älteren noch lachen, morgen würde er sie alle dafür bestrafen.

Die Minen der Gimba-Hai waren tief in das Gestein Mordors geschlagene Löcher, oder wie sie es nannten Ronk (Grube). Die meisten jungen Rassen kannten diese Orte gar nicht und interessierten sich auch nicht dafür, was diese niedere Orks da unten so trieben. Die Minen waren in drei Ebenen unterteilt. In der Mitte jeder Ebene befand sich eine Plattform, welche von den Wächtern bewacht wurde und nur mittels Hängebrücken erreicht werden konnte. Jede Ebene war gleich aufgebaut. Es gab zu allen vier Seiten hin je einen Stollen, jeder Stollen hatte eine andere Aufgabe. Sie waren unterteilt in Lager- oder Vorratsstollen, Unterkunft und zwei Arbeitsstollen. Um von einer zu einer anderen Ebene zu gelangen benötigte man den Kran, welcher über Seilzüge betrieben wurde. Zu jedem hiisht dump stiegen die jeweiligen Rotten eine Ebene auf und somit ihrer Freiheit entgegen. Das der hiisht dump wie bekannt beachtliche Verzögerungen hatte verschaffte manchen Rotten eine zusätzliche Zeit in der beliebten unteren Ebene.


1. Hass

Auf der Obersten ("Ghash"-Ebene,Feuerebene) befanden sich die Schmieden zusammen mit den Förderbändern, welche das Rüstzeug nach oben schafften. Diese Ebene wurde von den Dreijährigen bewohnt und bewirtschaftet. Im Gegensatz zu den anderen Ebenen traute sich hier keine der Wachen mehr in die Nähe der einzelnen Stollen. Grund dafür waren die Dreijährigen. Hatten sie doch die Jahre in „ihrer Grube“ überstanden, mitsamt all dem Leid und Schmerzen welche ihnen von den Wächtern zugefügt wurden. Jetzt aber waren sie abgehärtet, ihre Körper waren stark und zäh geworden, obwohl sie im Gegensatz zu ihren Bewachern kleinwüchsig erschienen. Es ist nicht vieles über die erste Ebene bekannt. Bekannt ist jedoch, dass sich die dortigen Gimba auf ihre Armeezeit vorbereiten. „Reinigt eure Kleidung, sie soll grün sein. Habt ihr verstanden grün!“, schrie man ihnen zu und verspottete sie, wissend das sie keinen blassen Schimmer davon hatten was überhaupt die Farbe grün sein sollte. Daraufhin begannen die Gimba ihre Lederfetzen die sie trugen zu reinigen, obwohl sie dabei kaum Erfolg hatten und dieses ihnen noch mehr Spott bei den Wächtern einbrachte. Ihr Hass auf alle anderen Rassen war unerreichbar und wurde so noch mehr geschürt. Waren sie es doch die schürften, gruben, schmiedeten und Blut spuckten, nur um den „feinen Herren“ dort oben ihre Rüstungen zu verschaffen, waren sie doch die eigentliche Rasse der Orks, wer sonst würde soviel für den Fitgnau opfern wenn nicht sie. Fitgnau?! Glaubte hier wirklich irgendjemand noch an den Fitgnau? Insgeheim hofften sie jeden Tag das es endlich so weit wäre, es könnte doch alles gar nicht mehr so lange dauern. Genau an diesen glorreichen Tag würden sie all diejenigen welche sie mit Spott und Hohn den ganzen Jahren gequält hatten, den Rücken kehren und die so lang ersehnte Rache nehmen, von der sie alle träumten. Am Tage ihres Eintrittes und somit der Entlassung aus den Minen standen sie jedes mal vor dem Sharkû und rissen sich die „Maslgulum“ vom Hals und grinsten ihm hämisch entgegen. Viel dagegen unternehmen konnte er nicht, schließlich kannte er diese Art von Ritual und wenn schon, hatten sie 3 Jahre Dreck gefressen, es waren Würmer nichts weiter. Doch waren sie nun in die Armee einberufen und somit für ihn unantastbar.


2. Die Eiserne Luft

Eine Ebene darunter ("Golnauk"-Ebene,Stahlebene) befanden sich die Eisenöfen. Dort hielten sich die Mittleren oder Zweijährigen auf. Ihre Arbeit bestand darin das von unten geförderte Eisenerz einzuschmelzen und daraus Rohlinge für die Schmieden vorzubereiten.


3. Dunkles Licht

Die unterste aller Ebenen auch spöttisch „Kal“ (das Licht) genannt war das Zuhause aller Frischlinge und Einjährigen. Sie waren hier unten, fernab von allen Licht täglich den Willen ihrer Wärter ausgesetzt. Nur selten kam eine ganze Rotte unbeschadet in die nächste Ebene. Hier unten war die Hand vorm Auge kaum zu erkennen, die Luft war getränkt vom Schweiß und Kohlestaub. Nur selten gab es Licht und wenn dann war es die Fackel der Wärter, die nichts Gutes versprach. Die Schweinekrüge wurden nur unregelmäßig gefüllt und so machten sich Diebstahl und Kannibalismus unter den Rotten breit.

Der alte Wächter trat an den Rand des Ronk heran und schaute abfällig hinunter auf die tiefste Ebene. Er zog seinen Speichel, gemischt mit Staub, hoch in seine breite Nase und rotzte dieses ehrbare Geschenk hinunter in den Schlund. Welche Rasse war besser dazu geeignet als Gimba um diese dreckige unwürdige Arbeit zu verrichten? Menschen? Zwerge? Oh nein, ihm gefiel es den kleinen Bastarden Befehle zu erteilen, sie zu schlagen. Bei Menschen hätte er nicht so viel Erfolg, diese würden schon nach kürzester Zeit einbrechen. Die Gimba aber waren zäh und entwickelten nach all den Jahren eine Art Hassliebe zu ihren Ronk. Ihre Rotten behielten sie ein Leben lang bei, selbst in der Armee waren sie nicht zu trennen .Viel wusste er trotz alledem nicht über sie. Ab und an vernahm er Nachts ein leises Summen aus der untersten Ebene, welches durch Peitschenhiebe und Gebrüll unterbrochen wurde. Dieses Summen behielten alle Gimba, die jemals in einem Ronk gedient hatten bei. Es war ein Art Welpenlied, welches sie aus ihrer Kindheit kannten. Genauso wie ein besonderes Begrüßungsritual, welches er bei einigen Shirku gesehen hatte. Dazu kamen zwei Gimba aufeinanderzu, griffen jeweils des anderen Daumen und beschnüffelten sich gegenseitig. So etwas lächerliches hatte er bei keiner anderen Rasse gesehen und ging davon aus das dies genauso wie viele andere seltsame Rituale aus ihrer Zeit im Ronk stammen. Was er nicht wusste: dieses „Begrüßungs-Ritual“ kam aus dem Umstand zustande, das man in der untersten Ebene so gut wie gar nichts sah und den Gimba nichts anderes übrig blieb, als ihre Tast- und Riechsinne zu gebrauchen um Freund von Wärter und anderen Gezücht zu unterscheiden. Sein Blick schweifte nun über die darübergelegene Ebene, wo einige der Mittleren eines ihrer Feuerrituale abhielten. Sie standen alle mit freiem Oberkörper, nur mit einem Fetzenrock um die Lenden, geschützt im Kreis und brannten einigen Neuen ihren zweiten Hiishdump auf die Brust. Es war ein rundes Zeichen, welches jeder Gimba auf der Brust oder auf seiner Kleidung trug. Ritzten die Frischlinge sich ihren ersten Hiishdump noch mit einem Dolch in die nackte Brust, so wurde dies auf den höheren Ebenen mit einem Brandeisen durchgeführt. Dieses Symbol der Gimba-Hai sah wie folgt aus: Es war ein Kreis mit senkrechten Strichen in der Mitte, je ein Strich symbolisierte die Ebene des Gimba und somit auch den gesellschaftlichen Rang innerhalb des Ronk. Zuletzt blickte er auf die höchste Ebene, die der Ältesten. Er hasste diese Ebene, aber fürchtete sich auch davor, da er wusste dass öfters einer seiner untergebenen Wächter aus dieser nicht wiederkehrte. Nichts war auf dieser Ebene zu erkennen, genauso vernahm er nicht den geringsten Laut. Tief zogen sie sich in ihre Stollen zurück um sich nach getaner Arbeit auf ihre Armeezeit vorzubereiten. Nichts sollte nach Außen dringen, vorallem nicht zu den Wächtern.


4. Gebrannte Jahre
Gimba3

Zeichen der Dreijährigen Gimba-hai aus den Minen

Zu jedem Hîsht Dûmp loderten die "harna" (Freudenfeuer) durch die mit Ruß und Schwefel bedeckte Ebene auf und die Wände erstrahlten in einen weichen rötlichen Ton. Wärme machte sich breit und allmählich füllte sich der Schlafstollen, Bretter wurden vor den Eingang geschlagen, Oberbekleidungen vom Leib gerissen, der Hammer wurde fallen gelassen, Fleisch herbeigeholt, der selbstgebraute Haradnin geöffnet. Die "karnflûstum" (rote Feier) stand bevor. Mit schweren Gesang und hämmernden Schlägen aus der tiefen Golnauk Ebene betrat, wenn auch mit Respekt und Angst vor dem was ihnen bevorstand, die neue Generation der 3Jährigen die Halle. Endlich, wie lange hatten sie auf dieses Ereignis gewartet, hatte man doch den ganzen Gerüchten am Lagerfeuer gelauscht, hatte die Trommeln und das Gröhlen vernommen. Langsam von einem der alten geführt versammelten sich die "Neuen" um das Feuer inmitten der Halle. "Auf die Knie, ihr Söhne des Ronks!" hallte es von den Wänden nieder. Verängstigt warfen sie sich auf den nackten Stein, und man vernahm ein leises Knacken der Knochen. Stark waren sie geworden, abgefetzt ihre Kleidung, dreckig ihre Gesichter, den Rücken blutverschmiert und von Peitschennarben überzogen, die Hände verbrannt und in Stofffetzen eingewickelt, aschgrau ihre Haut und blass ihre Augen. War denn alles gelogen? Hatten sie es nicht überstanden? Plötzlich wurde es dunkel vor ihren Augen, die Feuer erloschen und Stille machte sich breit. "Ausziehen" hallte es! Von weitem vernahm man Schritte, von irgendwo hörte man ein Wimmern, Schweiß lief den Gimbas von der Stirn und tropfte laut wie Donnerschläge auf den kalten Stein, die alten Narben fingen an zu brennen. Zitternd wurden die Kleiderfetzen vom Körper gerissen, die Schritte kamen näher, der Atem wurde schneller, die Muskeln schienen vor Anspannung explodieren zu wollen.

Ein lautes Zisches und ein tief stechender Schmerz macht sich im Brustkorp des zweijährigen Gimba frei, sein Atem stockte, die Augen weit aufgerissen und vor lauter Angst in Starre gefallen, quollen ihm die Augen voll und er fing an zu weinen. Laut schrie er seine schmerzerfüllte Freude in die Dunkelheit hinein. Nicht lange und es folgten ihm viele. Die Harna, welche zuvor erloschen, erhellten nun plötzlich wieder die Halle, der Gestank von Blut und verbrannter Haut kroch in die Nüstern der Gimba. Es war geschafft der Grat der Dreijährigen hatte ihm den "tûmglat" (das Fleischwerkzeug) auf die Brust gesetzt und somit sein glückliches Schicksal besiegelt. Noch immer betäubt und etwas wacklig auf den Beinen halfen ihm die anderen auf. Erleichtert blickte er in das Gewusel welches sich nun durch die ganze Halle erstreckte und versuchte seine Rotte zu finden. Vor ihm stand der Grat der Ghash Ebene und reichte ihm die Hand. Er erwiderte diesen Gruß des "Kal". Taumelnd und vor Glück betrunken wurde er zu einen großen Trog geführt, welcher mit einer dickflüssigen rotschwarzen Substanz befüllt wurde. Bevor er erkennen konnte was sich genau dort drinnen befand, fassten ihm zwei Hände in den Nacken und drückten seinen Kopf in dieses widerliche Gemisch.


Das Leben in der Armee/Gashronk

Das Leben der Gimba war seit jeher durch Gewalt geprägt und für sie war es nichts Besonderes von den höheren Rassen bespuckt zu werden. Doch für diejenigen von ihnen, welche die Zeit der Minen überlebt hatten, begann eine neue Ära: der Eintritt in die Armee. In ihren Rotten zusammengepfercht wurden sie von einem erfahrenen Shirku begutachtet und danach einer Kompanie zugeteilt. Viele Kompanien, die sich zur Zeit in Murdur befanden, schätzten sich glücklich ihre neuen Shirku Rotten sofort eingliedern zu können. Gelegentlich mussten aber einige Rotten direkt zur Front oder zu weit abgelegenen Außenposten gebracht werden. Eine undankbare Aufgabe für alldiejenigen die dazu verdammt waren eine Horde Gimba zu ihren neuen Einheiten zu überführen. Normalerweise kamen diese Gruppen dennoch immer an ihren Bestimmungsort an, wenn auch teils ohne die vorher eingeteilten Führer und Aufseher. Fragen über den Verbleib dieser blieben von den "ahnungslosen" Gimba unbeantwortet oder durch kollektives Kopfschütteln abgetan.

Gewohnt Befehle zu erhalten fügten sich die Gimba schnell in ihren neuen Kompanien ein. Dennoch blieben sie ein Leben lang unter sich und mieden, solange es der Auftrag oder Situation der Einheit hergab, die anderen Rassen. Selbst anhand des Lageraufbaus konnte man die Eigenheiten dieser Rasse spüren. Sobald ein Kûtotaz den Befehl eines längeren Aufenthalt an einem Ort bekannt gab, machten sich die Rotten etwas abseits der anderen Uruks auf um ihren Gashronk zu graben. Aufgrund ihrer durch die Minenzeit entstandenen Hassliebe konnten sie sich nicht daran gewöhnen wie andere Uruks in Zelten oder Befestigungsanlagen zu leben, sondern strebten immer danach einen eigenen Ronk zu besitzen. Gashronks gab es in allen vorstellbaren Variationen, von kleinen Schlammlöchern bis hin zu großen in Schneckenform angelegten Tunneln. Sie bauten diese Löcher um unbeobachtet ihrer eigenen Dinge nachgehen zu können, wie etwa ihre Rituale und Pläne im Dunkeln durchzuführen. Es kam sogar vor das sich verschiedene Rotten in der Größe ihrer Gashronks übertreffen wollten um ihre Stärke und ihr Vorrecht bei einigen Lobs zu sichern. Die meisten Uruks der Kompanien konnten nur mit Kopfschütteln dem wilden Treiben ihrer Gimba zusehen und machten unter sich aus das es wohl "...der lange Schaden sein muss, wenn man zu lang in den Minen rumkriecht..."


Selbstbild: Die freigeborenen Gimba

Die freigeborenen Gimba des Düsterwaldes leben den größten Teil ihres Lebens in stammesähnlichen Gemeinschaften. Das sehr lebensfeindliche Umfeld des Düsterwaldes in dem viele Fressfeinde wie Spinnen, Warge und andere Orkstämme kontinuierlich die Existenz bedrohen, schweißt die Gimbasstämme zu sehr engen und aufeinander eingeschworenen Gemeinschaften zusammen. In so einem geschlossenen System ist Anerkennung und Ansehen innerhalb der Gruppe äußerst wichtig, weshalb Trophäen zum Beweis der eigenen Taten bedeutsamer sind, als sie es in einem Blut und Peitsche-dominierten System wie in Mordor wären. In den dichter besiedelten und erschlossenen Gebieten mit vielen unterschiedlichen Orkrassen, ist der Rang und die Züchtung von weitaus größerer Bedeutung.

In den freien Stämmen ist fehlende Zuchtreinheit so gut wie kein Thema, da alles was außerhalb des reinrassigen Stammes lebt, als potentieller Feind angesehen und bekämpft wird, so das so gut wie keine Kreuzungen mit anderen Rassen vorkommen. In den seltenen Fällen, in denen eine Paarung außerhalb der Gruppe vorkommt, wird der Kochtopf die Endstation für das Ergebnis selbiger darstellen. 

Die zahlenmäßige Stärke der Stämme schwankt vor allem aufgrund der Sklaven- und Rekrutierungstrupps Dol Guldurs, welche in unregelmäßigen Abständen ausgesandt werden, einzelne Gimbas oder ganze Stämme zu fangen und in den Dienst Murdurs zu pressen. Die folgenden Auseinandersetzungen enden oftmals mit der Auslöschung des jeweiligen Stammes, der den Schergen des Auges sowohl zahlenmäßig als auch in Qualität der Ausrüstung wenig entgegenzusetzen hat. Diese gefangenen Gimba sind als Bluthunde sehr begehrt, gelten jedoch aufgrund ihrer freien Herkunft als sehr aufsässig/wild und bedürfen ständiger Beobachtung.


Berichte

                  

Eine Geschichte in zwei Blickwinkeln

Ihr Nüstern zuckten, als sie auf den Geruch der sich durch das Dickicht kämpfenden Uruks reagierte. Die restlichen Mitglieder der aus Dol Guldur ausgesandten Jagdeinheit waren nicht unerfahren was das Vorankommen im dunklen Unterholz des Düsterwaldes anging. Die Dauer ihrer Stationierung und unzählige Patrouillen in das im ewigen Zwielicht unter den Kronen der rottenden Bäume liegende Dickicht hatten dafür gesorgt, dass nur die Fähigen und die Begabten hier überlebten. Der Trupp bestand vor allem aus Hora-hai bei denen sie sich nie die Mühe gemacht hatte ihre Namen zu lernen. Für sie reichte es sie nach Äußerlichkeiten zu benennen. Ausnahme hiervon war der Truppführer, Draâg. Draâg war weder Hora-hai noch Gimba-hai und um einiges größer und stärker als die Waldorks.

Dies war eines der Dinge die anders waren als früher. Die Horas waren nicht mehr die Meister und sie keine Sklavin mehr. Seit die Truppen Dol Guldurs einen Großteil der ortsansässigen Stämme in den Dienst Murdurs gepresst hatten, waren auch sie selbst Teil der Armee. Die Zeiten, in denen sie den Horas Rechenschaft ablegen mussten waren lange vorbei. Sie ließ ein zufriedenes Knurren hören und konzentrierte sich wieder auf ihre unmittelbare Umgebung. Ihre Nüstern weiteten sich, als sie die Gerüche in der Luft in sich aufsog.
Trotz des leisen und verstohlenen Vormarsch des Jagdtrupps wusste sie binnen weniger Augenblicke, wo sich jedes Mitglied befand.  Draâg, Erz und Leder, bei der Hülle des umgestürzten, moosbewachsenen Baumstamms. Der Hora den sie Halbnase nannte, rohes Fleisch und Gruuk-Wurzel, dort hinten zwischen den herabhängenden Ästen. Zwei-Finger, Pisse und Haradnîn, in den Farnen dort links. Schwarzzahn, Knochenstaub und Schimmel, kurz hinter Draâg, bei dem Stein. Als Vorhut, etliche Schritt vor dem Trupp, Fadenhaar, Erde und Eisen und - sie drehte den Kopf in Fadenhaars Richtung und sog die Waldluft in kurzen Zügen ein. Ein ihr nur zu bekannter Geruch stieg ihr in die Nüstern und signalisierte, das etwas ganz und gar nicht stimmte, Blut! 
Ohne zu zögern stieß sie einen kurzen durchdringenden Warnruf aus und duckte sich zurück in Sicherheit des sie umgebenen Blattwerks.




Aus der Tiefe des Blattwerks beobachtete er die Patrouille.
Einer der Schergen des Turms, dem der Geruch nach Erz und Erde anhaftete, hatte sich in seiner Dummheit weiter von der Gruppe entfernt. Vermutlich sollte er den Weg für den Rest auskundschaften, aber sein Vorwitz drohte die sorgfältig gelegten Fallen vorzeitig auszulösen.
Im Bruchteil eines Augenblicks traf er eine Entscheidung und begann sich lautlos auf den einzelnen Uruk zuzubewegen, seine Faust eng um den Griff des Feuersteindolches geschlossen.

Das Töten ging schnell und lautlos. Das schwarze Blut seiner ahnungslosen Beute tropfte langsam von der Klinge seines Dolches, als er den nun bewegungslosen Körper tiefer ins Dickicht hineinzog und ihn lautlos in die Schatten zwischen den Wurzeln gleiten ließ.
Ein Moment des Innenhaltens und Lauschens versicherte ihm, dass der Rest der Patrouille weiterhin in gewohntem Tempo das Unterholz durchschritt. Nichts deutete darauf hin, dass sie etwas von dem Hinterhalt, den ihnen das Rudel stellte, bemerkt hatten.
Seine Nüstern blähten sich voller Erwartung und er nahm den Geruch der sich nähernden Uruks in sich auf.
Dies war die erste Beute der heutigen Jagd und wie es sich gebührte, die des Âshûrz Hoital, des ersten Jägers des Stammes aus Gimbas der sich hier im ehemaligen Gebiet der Hora-Hai niedergelassen hatte und es als Jagdrevier beanspruchte.
Seit die Truppen aus dem Schatten des schwarzen Turms viele der ursprünglich ansässigen Hora-Stämme in den Dienst des Auges gepresst hatten und so ihren Einfluß merklich ausbreiteten, war es auch für die Stämme der Gimba-Hai einfacher geworden neue Reviere zu beanspruchen. 
Selbst die Golug waren weiter nach Norden getrieben worden und ohne auf ihre ursprüngliche Stärke zurückgreifen zu können stellten auch die verbliebenen Hora-Hai Stämme kaum noch eine Bedrohung für die Gimbas dar. Er selbst wusste von drei weiteren Stämmen die Reviere innerhalb von drei Tagesreisen für sich beanspruchten.
Gefahren für den Stamm gab es dennoch genug und normalerweise wäre eine Patrouille Dol Guldurs von ihnen weiträumig umgangen worden, doch dieser spezielle Haufen Diener des Turms war zu schnell zu nah an das Lager herangekommen und hatte den Stamm somit gezwungen zu reagieren.
Ein Großteil seiner Jäger lag gut verborgen zwischen den moosbewachsenen Findlingen im Schatten der alten, knorrigen Bäume und wartete darauf, dass die Beute in die vorbereiteten Fallen lief. Die wenigen Krieger des Stammes waren zurück geblieben und bewachten das Lager. Dies hier war eine Jagd und somit Aufgabe der Hoital.

Schritt für Schritt rückten die Uruks weiter vor. Jeden Moment mussten sie den mit Fallen gespickten Bereich betreten. Jeden Moment würden die Dornen den ersten der Uruks durchbohren und somit das Signal zum Angriff geben. Jeden Moment...
Langsam hob er seine Dolche, bereit sich auf seine Beute zu stürzten, als ein schriller Warnruf die Stille durchschnitt.


Wichtige Aussehensmerkmale


Körperbau und Eigenschaften

Da das Leben der freigeborenenen Gimbas eher von Mangel als von Überfluss geprägt ist, sind sie oftmals schmächtiger und hagerer als ihre Cousins aus den Zuchthöhlen Murdurs. Die kontinuierliche Gefahr durch starke Nahrungskonkurrenten und verschiedenste Fressfeinde sorgt jedoch dafür, dass ihre Sinne noch um einiges schärfer sind. Sie sind in der Lage, Wesen allein durch den ihnen anhaftenden Geruch zu identifizieren, was sie zu ausgezeichneten Jägern und Spürhunden macht. Da der Geruch einen weit größeren Teil ihrer Wahrnehmung ausmacht als bei anderen Uruks, kommt es häufig vor, dass sie ihr Gegenüber beschnuppern oder witternd die Luft einsaugen, wenn sie in ein unbekanntes Gebiet vorstoßen.

Kleidung und Erscheinungsbild

Der Düsterwald versorgt die in ihm lebenden Stämme mit fast allen Materialien, die sie zum Leben brauchen. Aus diesem Grund sind die Gimbas vornehmlich in Felle,Leder, schwere Stoffe und Knochen gehüllt. Metall ist selten und überaus wertvoll. Vereinzelte Metallteile können vorkommen, werden dann allerdings nur von sehr ranghohen Nadaks des Stammes getragen. Vollplatten- und/oder Kettenrüstung sind von fast schon legendärer Seltenheit. Nieten und Schnallen sind als sehr begehrte Handelsgüter nur in geringer Menge zu finden.
Die häufigste Rüstung und Kleidung besteht aus den Knochen und dem Leder der ortsansässigen Spinnen oder Wargen, welche die Stämme regelmäßig in großen Jagden dezimieren, um ein zu starkes ausbreiten ihn ihr Gebiet zu vermeiden.

Verbreitung

Ort

Vorkommen

eigene Zucht?

Bemerkungen

Lugbûrz selten nein

Dol Guldur

ehr weniger diverse

Udûn

mittel ja

Gorgoroth

weniger ja

Doraz-Mor

sehr selten nein

Dushgoi

selten nein

Nûrn

häufig diverse

Cirith-Ungol

mittel ja

Rest-Murdur

häufig diverse

Ronkbûrzum

sehr selten nein

Uruk-Goi

sehr selten nein

Gundabad

mittel ja

Rest-Nebelgebirge

sehr selten nein

Taubûrz

häufig diverse hier gibt es eher die freilebenden Gimbas

ehem. Angmar

selten nein

zum diskutieren im Forum hier klicken