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Ronkburzum

Ronkbûrzum

Auch unter Moria bekannt


Beschreibung

Karte Moria

zwergische Karte von Moria

Lage

Bergbau:

Die den Minen von Moria von Seiten Murdurs eingeräumte Wichtigkeit erklärt sich aus den hier vorhandenen reichen Vorkommen an Mithril-Silber, die in ganz Mittelerde ihresgleichen suchen. Obschon der Abbau von Mithril absolute Priorität besitzt, ist die Fördermenge nur eine äußerst geringe, da weder die benötigten geheimen Techniken der Zwerge bekannt sind, noch die reichhaltigsten Lagerstätten jemals gefunden wurden. Zudem herrscht insbesondere bei den als Minensklaven eingesetzten Uruklata, die aufgrund ihres geringen Wuchses und schmalen Körperbaus die einzigen sind, die den Abbau in den engen Schächten bewerkstelligen können, eine abergläubische Furcht vor dem Betreten der tiefsten Stollen, da sie sich vor dem Zorn des Dur-Ghâsh, aber auch vor anderen böswilligen, im Verborgenen hausenden Geschöpfen der Tiefe ängstigen. Der Großteil des geförderten Mithrils wird direkt mit schwer bewaffneten Eskorten nach Murdur oder Dol Guldur abtransportiert. Ein solcher Auszug bedeutet meist auch einen Wachwechsel der Truppen und damit eine kurzfristige Abwesenheit großer Teile der Heeresmacht, während der manchmal Umsturzversuche und kurze Phasen der Anarchie stattfinden. Gerüchteweise sollen auch die Ronk-Hai einen versteckten Hort des wertvollen Metalls angelegt haben, den sie durch Diebstähle und Korruption zusammengetragen haben sollen. Neben dem wertvollen Mithrilsilber wird in weitaus größerem Ausmaß auch Eisenerz in Moria abgebaut. Dieses wird zu großen Teilen noch vor Ort in den zahlreichen Hochschachtöfen und Schmieden weiterverarbeitet.

Die Rolle für Mordor

Umwelt

die Stadt

Bevölkerung

Der Balrog von Moria

über Balrogs: Kreaturen Morgoths aus dem Ersten Zeitalter, nach Sauron seine mächtigsten Diener nur wenige von ihnen überdauerten „unter den Wurzeln der Erde“ wahrscheinlich Maiar, oder andere urzeitliche Geister niederen Ranges

Der Balrog von Moria: weitere Namen: „Dur-Ghâsh“ („großes Feuer“, debased Black Speech), Durins Fluch (Name der Zwerge für ihn) „Selbst die Diener Saurons fürchten ihn, auch wenn sie sich in Moria mit ihm arrangiert zu haben scheinen. “ Eine Kreatur wie der Balrog mischt sich nur äußerst selten in die Belange Normalsterblicher ein, denn er ist über die Gesetze der Zeit erhaben. So hält er sich in der Regel in den für andere unzugänglichen Tiefen unterhalb seines einstigen Verlieses auf und hegt nur seltenen Kontakt zu den wenigen erwählten „Hohepriestern“ der Ronk-hai.

Die Truppen des Auges

Die oberen Ebenen der weitreichenden Minenanlagen befinden sich unter der Kontrolle der vom Shakhbûrz entsandten Truppen, welche mehrheitlich aus den nahe gelegenen Stützpunkten Uruk-Goi, Dol Guldur oder Gundabad, zum Teil aber auch direkt aus Murdur stammen. Zwar besteht ein stetiger Austausch der Soldaten, da die vorgesehene Dienstzeit in Ronkbûrzum nur wenige Hîsht-Dûmp beträgt, doch gibt es daneben auch einige Uruksippen, die hier schon seit vielen Generationen ihren Dienst verrichten. Die größte und bedeutendste darunter ist die Dûra-Sippe Durbaghâsh („Feuerbeherrscher“), deren Mitglieder schon die Leibgarden der Dûra-Fürsten Azog und seines Sohnes Bolg bildeten. Nachdem dieses Geschlecht durch den Tod Bolgs in der Schlacht der Fünf Heereerlosch, übernahmen die Durbaghâsh die Herrschaft über Moria, die Bolg zuvor von Gundabad aus ausübte. Seitdem Romkbûrzum nun nicht mehr nur von einem Stellverteter regiert wird, herrscht dort ein wesentlich strengeres Regiment, denn die dem Shakhbûrz treu ergebenen Durbaghâsh forderten aus Murdur und Dol Guldur eine Menge Priester an und führten auch den regulären Frûmgrat wieder ein, den der größenwahnsinnige Azog einst eigenmächtig abgeschafft hatte. Für viele der Neuankömmlinge gilt der Balrog nur als eine Legende, die sich die Ronk-hai zusammen gesponnen haben, sodass sie diesen Glauben verachten und verspotten. Doch der Frûmgrat und auch die älteren Sippen wissen um die Existenz dieser Kreatur und einige der Dushatâr sind eigens gekommen, um seine Natur zu ergründen.



Orkrassen: Das Gros der in Ronkbûrzum stationierten Truppen besteht aus in Murdur oder anderswo gezüchteten Mazauk-hai. Die Tatsache, dass der Ang-Durgrat Ronkbûrzum unter den Schutz der kriegerischen Elite Murdurs gestellt hat, unterstreicht noch einmal die Relevanz, die er diesem Stützpunkt beimisst. Aufgrund ihrer mächtigen Statur sind die Uruks für die Schachtarbeit denkbar ungeeignet, außerdem wäre eine solche Tätigkeit ohnehin weit unter ihrer Würde. Allenfalls als Aufseher versehen einige von ihnen ihren Dienst in den Stollen. In der Vergangenheit waren die Truppen häufig unterbeschäftigt, sodass sie ihre Langeweile häufig auf sadistische Weise an den Uruklata-Sklaven ausließen oder gelegentliche Raubzüge in das Umland unternahmen. Mittlerweile hat sich die Lage jedoch verändert, da sich in letzter Zeit immer häufiger zwergische Pionierstrupps in der Gegend um Moria herum trieben und die Wachsamkeit der Pizurk seitdem deutlich ernster genommen wird. Unter den Soldaten gibt es auch einige Dûra-hai, die vor allem aus Dol Guldur oder anderen Außenposten in Rhovanion herangezogen wurden, während die alten, schon lange in Moria ansässigen Dûra-Sippen zu großen Teilen administrative Aufgaben erfüllen. So sind einige zum Beispiel als Markscheider, Zeug- oder Quartiermeister im Einsatz. Daneben hat es unter den Dûra-hai Morias aber auch viele Schmiede oder Steiger und „Vorarbeiter“ in den Minenanlagen, die von der jahrhundertelangen Erfahrung ihrer Sippen profitieren. Neben vielen der hier heimischen Ronk-hai dienen auch eine Vielzahl geknechteter Nâz-Hai aus dem Nebelgebirge und eine kaum überschaubare Menge Snaga-Hai als Sklaven in den weitläufigen Minenanlagen. Sie verrichten ihre Aufgaben als Hauer, Tunnelläufer oder Gehilfen unter der ständigen Aufsicht der Wachhabenden und sind dabei ständigen Schikanen ausgesetzt. Viele von ihnen sind ob dieses Drangsals mittlerweile abgestumpft, andere lassen ihren Frust an den Schwächeren unter ihnen aus. Nur wenigen Wagemutigen gelingt die Flucht in die tieferen Ebenen, wo ihnen die freien Ronk-hai entweder Obhut gewähren oder sie dem „Durghâsh“ als Opfergabe darbringen. Ebenso selten ist es, dass einer dieser Sklaven, wegen besonderer Verdienste etwa, seines Status enthoben wird und eine andere Tätigkeit zugewiesen bekommt.



Trolle: Die riesigen Höhlentrolle Ronkbûrzums stehen mehrheitlich in den Diensten des Auges. Aufgrund ihres unberechenbaren Temperaments werden viele von ihnen in Gefangenschaft gehalten. Außer ihrem Einsatz im Kampf verrichten sie schwere körperliche Arbeiten, die die Stärke eines Uruks überfordern würden und werden dabei ständig von einer Hand voll kräftiger Trollwärter beaufsichtigt und in Schach gehalten. In verschlossenen Kammern finden seit einiger Zeit verschiedene Zuchtversuche mit den Trollen statt, bei denen vor allem versucht wird, sie wie die Olog-hai Murdurs gegen Sonnenlicht unempfindlicher zu machen. In den weit verzweigten Gängen Morias gibt es auch einige wenige in Freiheit lebende Trolle, die oft regelrecht Jagd auf die Minenarbeiter machen. Es heißt zudem, der Balrog von Moria verfüge über eine aus Höhlentrollen bestehende Leibgarde, deren Verstand den gewöhnlicher Exemplare um einiges übersteige.

Geschichte

Zeitleiste

1980 D.Z. (vor ca. 1000 Jahren):

Die Zwerge Morias graben zu tief und zu gierig nach Mithril und stoßen dabei auf einen Balrog des Ersten Zeitalters. Nachdem König Durin VI und sein Sohn Náin von dem Balrog getötet werden, fliehen die Zwerge aus Moria.


um 2000 D.Z.:

Beginn orkischer Besiedlung: Der Balrog schart Orks und Trolle aus dem Nebelgebirge um sich, die ihn zugleich zu fürchten und zu verehren beginnen.


2480 D.Z.:

Sauron stationiert in Dol Guldur gezüchtete Dûra-hai in Moria, von denen viele bald von dem Balrog beherrscht werden. Herrschaft Azogs, der sich „König der Orks“ nennt

2790-2799 D.Z.:

Krieg zwischen den Orks von Moria und den Zwergen Erebors. Die Orks unter der Führung Azogs unterliegen in der Schlacht im Schattenbachtal 2799. Die wenigen Überlebenden ziehen sich unter dem Schutz des Balrogs in die tiefen Stollen zurück. Aus Furcht vor dem Balrog verzichten die Zwerge zunächst auf eine neue Besiedlung Morias.


in der Folge:

Sauron entsendet neuerlich Truppen nach Moria, um es zu einem seiner Stützpunkte auszubauen. Daraufhin kommt es im Wechsel sowohl zu Streitigkeiten als auch zu Verbrüderungen zwischen den dem Balrog treuen heimischen Orks und den Truppen des Auges. Nicht nur eine Menge Bastarde entstehen aus dieser Verbindung, sondern auch kultische Mischformen zwischen der Verehrung des Balrog und Saurons.

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