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Beschreibung

Der Name Umbar geht auf vor-numenorischen Ursprung zurück, seine Bedeutung ist nirgendwo überliefert. Daher muß die große Bucht von Umbar bereits den dort eingeborenen Menschen bekannt gewesen sein, bevor die Numenorer kamen, vielleicht wurde hier bereits ein kleiner Hafen für Fischfang den unterhalten. 


Lage

Die über 100 Meilen lange Bucht lag 400 Meilen südlich des nächsten großen numenorischen Hafens, Pelargir.


Die Stadt

Auf dem höchsten Berg vor Umbar wurde eine große Säule errichtet, an deren Spitze sich eine Kristallkugel befand, die das Licht von Sonne und Mond in alle Richtungen weithin sichtbar wiederspiegelte. Diese stand zum Gedenken der Landung Ar-Pharazons und der Gefangennahme des Dur-Hont, welche ja damals die gewaltige Katastrophe erst heraufbeschworen hatte. 

Nachdem das Dur Hont die Stadt entgültig einnahm, wurde die Säule zerstört.


Bevölkerung

Die sogenannten Corsaren aus Umbar bewohnen die große Hafenstadt.

Geschichte

Spätestens ab dem Jahr 2000 des Zweiten Zeitalters liefen die Schiffe aus Numenor Umbar regelmäßig an, um mit der dortigen Bevölkerung Handel zu treiben und sie zu unterweisen, denn das Land um die Bucht war reich und fruchtbar, die Eingeborenen aber waren den Numenorern kulturell weit unterlegen. 

Im Jahr 2280 baute Numenor den natürlichen Hafen schließlich zu einer großen und starken Festung aus, die am östlichen Ende der Bucht lag. Die Hafenanlagen der für diese Zwecke idealen Bucht boten Platz für mehrere hunderte oder gar tausende große Schiffe. 

Zur Zeit von Umbars Ausbau begann das Dur-Hont wieder, sich im Westen Mittelerdes zu rühren und machte Numenor seine Einflußgebiete streitig. Es kam zu mehreren kleinen Scharmützeln, das Dur-Hont konnte es aber nie wagen das viel zu starke Umbar anzugreifen. 

Von Umbar aus eroberten die Menschen von Numenor die umgebenden Länder und unterdrückten nun die eingeborene Bevölkerung, die daher scharenweise zu dem Dur-Hont überlief und dieser eroberte viele numenorische Gebiete. Numenor machte sich zu dieser Zeit viele Feinde und war in Mittelerde ständig in Krieg verwickelt.  Im Jahr 3261 schließlich beschloß der König von Numenor, Ar-Pharazon der Goldene, das Dur-Hont anzugreifen und die Herrschaft über Mittelerde für sich selbst zu fordern. Er landete nach fünfjähriger Rüstung mit seiner gesamten Flotte, in einer Größe und Pracht, wie sie die Welt noch nie gesehen hatte, in Umbar.

Das Land um ihn herum war still und leer. Des Dur-Honts Diener flohen in Panik und er selbst, als er sah, daß er dieser Stärke nicht gewachsen war, kam selbst zum König, der vor Umbar auf einem Hügel sein Zelt errichtet hatte, unterwarf sich ihm und flehte um Gnade. Diese wurde ihm gewährt, aber er wurde als Gefangener nach Numenor gebracht, mit katastrophalen Folgen, wie anderswo berichtet wird. Somit ging der Plan des Dur-Honts auf und als die Insel Numenor mit all ihren Schätzen und Einwohnern im Meer versank, da hatte das Dur-Hont seine Rache.

Umbar bestand weiter und die dort verbliebenen Menschen waren stets auf der Seite des Königs gewesen, hielten fest an der Unterdrückung und Ausbeutung des Landes und waren daher dem neu entstandenen Reich von Gondor nicht freundlich gesonnen. Nach dem Krieg des letzen Bündnisses gab Umbar aber zunächst Ruhe und beschränkte sich auf seine Angelegenheiten. In der Umgebung von Umbar gab es zahlreiche kleinere Siedlungen, die aber nicht alle Verbündete waren. Einige hundert Jahre später hatte Umbar dann stark expandiert, hatte einen eigenen König und befand sich in offenem Konflikt mit Gondor um die von beiden Seiten beanspruchten Gebiete zwischen beiden Ländern. Aber Gondor war stärker.

Im Jahre 933 des Dritten Zeitalters belagerte König Earnil I Umbar vom Lande und der See aus und eroberte es unter großen Verlusten. Viele der Belagerten konnten jedoch fliehen und setzten sich ins Hinterland ab, wo sie ihre Kräfte erneut sammelten. 

Nur drei Jahre später verheerte ein Sturm die Bucht und viele Schiffe sanken, auf einem davon befand sich König Earnil, der ertrank. Sein Sohn Ciryandil verstärkte Umbar und ließ zahlreiche Schiffe bauen. Gondor war nun unangefochten die stärkste Seemacht der Welt. 

Im Jahr 1015 jedoch schlugen die ehemaligen Bewohner von Umbar zurück und belagerten die Stadt. Vor deren Toren wurde Ciryandil erschlagen. Die Stadt stand unter jahrelanger Belagerung, konnte aber nie eingenommen werden, zu stark und gewaltig waren ihre Mauern und die Versorgung ihrer Einwohner war durch das Meer und den Hafen gesichert, denn der Seeweg nach Gondor blieb frei. 

Ciryaher, König von Gondor, sammelte seine Armee und wartete seine Zeit ab. Schließlich brach er von Land aus den Belagerungsring um Umbar und eroberte in der Folge im Jahr 1050 ganz Nah-Harad, ein riesiges Gebiet so groß wie das ganze vorige Gondor. Die zahlreichen Fürsten und Könige Harads erkannten Gondors Vorherrschaft an und unterwarfen sich dieser, nicht nur Nah-Harad, sondern der ganze Kontinent bis in den tiefsten Süden war nun mit Gondor verbündet, wenn auch oft nur aus Furcht, und zahlte Tribut an das ferne Reich. Ciryaher, der nun Hyarmendacil (quenya: Südsieger) genannt wurde, regierte 134 Jahre lang und war der mächtigste König, den Gondor je gesehen hatte. 

Das Land hatte seine größte Ausdehnung erreicht und strotzte nur so vor Reichtum, niemand konnte wagen, es anzugreifen. Aber die Mächtigen von Gondor wurden träge und so begann der lange Verfall des Reiches. Gondor erging sich in Selbstverherrlichung und Hochmut. 

Im Jahr 1432 traf das erste große Unglück Gondor: der verheerende Bürgerkrieg des Sippenstreits. Der Thronräuber Castamir, einst ein Flottenadmiral, wurde erschlagen. Seine Söhne aber und viele andere entkamen mit zahlreichen Schiffen, verwüsteten Pelargir und nahmen schließlich 1448 Umbar ein. Der Hafen wurde nun eine Hochburg der Gegner Gondors, die dort eine starke Seemacht errichteten. 

Diese wurden die Corsaren genannt, die nun die stärkste Macht in Harad bildeten und sich stets mit Gondor im Kampf befanden. 

1540 wurde Gondors König Aldamir im Krieg mit Umbar erschlagen. 

1634 griffen die Corsaren unter der Führung von Angamaite und Sangahyando, den Urenkeln Castamirs, Pelargir an und töteten König Minardil. Die Namen dieser Anführer sind in quenya und unterstreichen den Anspruch der Corsaren, die rechtmäßigen Erben Numenors und die wahren Könige von Gondor zu sein. 

Gondor war in großen Schwierigkeiten und nur zwei Jahre später verheerte die große Pest alle Länder der Menschen. So mußte aber auch Umbar den Krieg mit Gondor vorerst aufgeben, denn auch dessen Bevölkerung litt stark. 

Das folgende Jahrhundert brauchte Gondor, um sich wieder zu erholen, im Jahre 1810 aber griff König Telumehtar Umbar an und nahm es im Sturm. Castamirs letzte Nachfahren kamen dabei ums Leben und Umbar war wieder eine Festung Gondors, allerdings nicht lange, denn kurz darauf wurde Gondor von Osten angegriffen und mußte alle seine Kräfte dorthin ziehen. 

Daher kamen die Corsaren widerstandslos nach Umbar zurück und ließen sich nun nicht mehr von dort vertreiben, während Gondors Stärke weiter schwand. 

Als das Dur-Hont sich erneut in Mordor erhob wurde Umbar dessen Verbündeter und die Säule, die an Saurons Sturz erinnerte, wurde umgeworfen und zerstört. Es gab nun keine Versuche der Rückeroberung von Seiten Gondors mehr, lediglich kleinere Angriffe, um die Flotte von Umbar durch das Verbrennen von deren Schiffen zu schädigen, wie von Thorongil unter Truchseß Ecthelion II ausgeführt. 

Quellen

http://derhobbit-film.de/umbar.shtml